Artikel aus der KolumneOh je, da liegen die Nerven aber blank in Büchel. Kaum beschwert sich ein Opfer des infernalischen Fluglärms (gerade von den in Büchel gestarteten Kampfjets geht in letzter Zeit gewohnheitsmäßig der Lärmterror bis in die Nacht aus) an mehreren Tagen, schon wendet sich ein Offizier hilflos an die Polizei, die dann wohl als Handlanger das Opfer einschüchtern soll. Die Herren konnten immerhin die letzten Jahrzehnte die Bürger terrorisieren ohne sich jemals dafür rechtfertigen zu müssen. Die Beschwerdeanrufe bringen sie wohl aus dem Tritt. So ganz überzeugt können sie dann vom Sinn und der Legitimität ihrer Kriegsübungen kaum sein, wenn sie nach ein paar Anrufen so die Nerven verlieren.
Bombodrom: Bundeswehr lügt, dass sich die Balken biegenAuf Berlin Online liest man, dass die Bundeswehr behauptet, der "Dauerlärmpegel" liege bei 49,7 Dezibel. Dabei geht es um Tiefstflüge mit Kampfjets. Diese Flüge sind um viele Zehnerpotenzen lauter.
Die Lüge "Dauerlärmpegel" heißt, wenn bei einem Überflug das Trommelfell platzt, man voller Panik von der Leiter fällt und Kinder schreien, dann aber für ein paar Minuten Ruhe ist, hat man im Mittel eine ruhige Idylle.
Zum Glück funktionieren wenigestens beim Potsdamer Verwaltungsgericht Rechtsprechung und gesunder Menschenverstand.
US-Basen in Deutschland kosten 34.000 zivile ArbeitsplätzeDie Zeitung "20 Cent" berichtet in ihrer saarländischen Ausgabe vom 01.08.2007:
Eine Milliarde Euro jährlich spart der Bund seit 1999 nach eigenen Angaben an Personalkosten in der Verwaltung. Die Zahl der Planstellen sank von rund 310.000 auf knapp 276.000 im Jahr 2006.
Dieser Betrag entspricht in etwa den Geschenken der Bundesregierung an die USA für den Betrieb der US-Kriegsbasen in Deutschland. Dazu kommen noch die zerstörten bzw. verhinderten Arbeitsplätze im Tourismus und die Kosten für die Behandlung z.B. Fluglärm bedingter Herz-/ Kreislaufkrankheiten.
Trotzdem lügen unsere Politiker Märchen vom angeblichen Wirtschaftsfaktor der US-Basen zusammen, dass sich die Balken biegen.
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