Artikel aus der KolumneAuf den offiziellen Webseiten der US-Airforce kann man es nachlesen: In großer Höhe musste sich der Pilot mit dem Schleudersitz retten. Die Maschine stürzte nordwestlich von Aviano (dort liegt die Airbase) ab. Das zeigt wieder, dass auch oder gerade die Abfangjagden große Gefahren für die Bevölkerung darstellen. Deutsche Politiker repetieren daher gebetsmühlenartig "die Tiefflüge haben abgenommen", um von den ganzen Abfangjagden, tiefen Flügen die keine "Tiefflüge" sind und "technischen Flügen" abzulenken.
Tatsache ist: Wir im Saarland und der Westpfalz sind immer noch in unzumutbarem Maß durch Lärm, Gift und Absturzgefahr belastet. Ob die in den letzten Tagen beobachteten Abfangjagden in geringer Höhe über dem Stadtgebiet von Kaiserslautern ein Testballon waren, um die Übungsflüge großflächiger über Deutschland (incl. der Städte) zu verteilen, lässt sich derzeit noch nicht sagen. Die Informationspolitik wird leider immer schlechter. Das fängt bei immer ahnungsloseren Soldaten am Bürgertelefon des Luftwaffenamtes an, geht über plötzliche Heimlichtuerei in Büchel weiter und ist mit der Abschaltung der bekannten Telefonnummern der US-Airbase Spangdahlem sicher noch nicht am Ende.
Die Streitkräfte haben offenbar große Probleme mit denen, die sie schützen sollen. Und solange der Geldhahn nicht zugedreht wird (und das wird unsere Kriegskanzlerin nicht tun), wird es auch weiterhin eine Parallelwelt mit elitären Gefühlen bleiben. So eine Uniform kann locker 90% eines Menschen ausmachen. Für die in den Kriegen verkrüppelten und krank gemachten Soldaten ist die Realität dann aber um so schlimmer, wenn sie knallhart um Geld für ihre medizinische Versorgung und ihren Lebensunterhalt kämpfen müssen.
Alle Kolumnentexte findet man im Archiv.