Artikel aus der KolumneHeute um 20.21 Uhr hab ich in Büchel angerufen und gefragt, ob es Bundeswehrtornados sind, die gerade in der Luft sind. Der Offizier vom Dienst war freundlich und erklärte mir, dass seine Maschinen seit ca. 16.30 Uhr am Boden sind. In Spangdahlem war es heute Abend ebenfalls ruhig. Damit ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass die Militärs sich mal wieder irgendwelche anderen Ausländer eingeladen haben, die die Lärmlöcher füllen und uns in unserer Heimat terrorisieren.
Weckdienst um 23.51 UhrLetzte Nacht hat mich ein dröhnendes Etwas aus dem Schlaf gerissen, das kurz vor Mitternacht über mein Haus gefolgen ist, das eigentlich weit genug von jedem Flugplatz steht, um in keiner Einflugschneise mehr zu sein. Die Erfahrung zeigt immer wieder: Was übermäßig laut ist, ist vom Militär. Das übliche Platzhirschgehabe von Leuten, die (zumindest derzeit) nichts Sinnvolles zustandebringen.
Ob es wirklich ein US-Militärtransporter war (die die letzten Tage massenhaft die Bürger um die Mordbasen Spangdahlem und Ramstein terrorisieren), ist nicht in Erfahrung zu bringen. Die deutschen Soldaten vom Bürgertelefon des Luftwaffenamts wissen nicht einmal, was momentan in der Luft herumfliegt (trotz der komplizierten und teuren neuen Anlage "Blauer Klaus"), und bei Anfragen per Post verstecken sich die Verantwortlichen hinter ihrer militärischen Geheimniskrämerei - was typisch dafür ist, dass das Militär normalerweise ein Paralleluniversum bildet und es überhaupt nicht einsieht, sich von Fragen ihrer Finanziers, der Bürger, belästigen zu lassen.
Noch muss das Militär der Regierung gehorchen. Wer diese Chance nicht nutzt und beim nächsten Mal die selben US-hörigen Nasen wählt wie immer, wird sich noch auf unabsehbare Zeit von diesem Kostenfaktor(1), Subventionsfall und Brunnenvergifter bis in die Nacht terrorisieren lassen müssen - damit auch morgen noch unschuldige Zivilisten im Nahen Osten von ihnen abgemetzelt und verkrüppelt werden können. Der deutsche Michel zahlt schön und macht die Augen zu, der Krieg ist ja weit weg.
(1) Das Dokument American_bases_in_Germany_fs.pdf auf den Seiten der Deutschen Botschaft in Washington ist mittlerweile verschwunden. Die wesentliche Aussage findet sich auf der selben Website aber immer noch, nur in anderer Form: "And even today, Germany continues to contribute nearly $1 billion each year to the maintenance of U.S. bases."
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