21.12.2006: Pressemitteilung FLUGPLATZ SPANGDAHLEM, DEUTSCHLAND
Für die Zeit von 23. Dezember bis 02. Januar 2007 plant das 52. Jagdgeschwader keine Trainingsflüge von F-16 und A-10 Flugzeugen durchzuführen. Erforderliche Einsätze des Air Mobility Command-Transportwesens bleiben hiervon unberührt. Am Sonntag, dem 7. Januar werden einige F-16 Flugzeuge der 22. Flugstaffel in Spangdahlem am vormittag, in der Zeit von 8.30 bis 9.00 Uhr in Spangdahlem starten. Diese Flugzeuge sind für ein NATO-Flugtraining auf dem Flugplatz Incirlik, in der Türkei eingeteilt. Nachtflüge im Januar sind vom 8. bis 11, 16. bis 18. und 22. bis 25. Januar, sowie vom 29. Januar bis 01. Februar vorgesehen. Die Zeiten für Übungsflüge der in Spangdahlem stationierten F-16 und A-10 Kampfflugzeuge sind in der Regel wie folgend: Trainingsflüge bei Tag finden Montags bis Freitags in der Zeit von 8 bis 18.30 Uhr statt. Flugbewegungen bei Nachttraining beginnen üblicherweise erst gegen 11:30 Uhr und enden gegen 22.00 Uhr. Flugeinsatzzeiten für das Air Mobility Command - Transportwesen in Spangdahlem sind in der Regel Montags bis Freitags von 6 bis 22 Uhr, Samstags, von 8 bis 20 Uhr und an Sonn- und Feiertagen von 12 bis 20 Uhr. Einsätze des Air Mobility Command, die zur Erfüllung des militärischen Auftrags notwendig sind, können auch außerhalb der genannten Zeiten, falls erforderlich auch über die Weihnachtsfeiertage stattfinden. Für jegliche, notwendige Einsätze und Triebwerkstests außerhalb der genannten Zeiten bedarf es zuvor einer Genehmigung des Einsatzleiters, bzw. seines delegierten Vertreters. Die Bevölkerung wird wegen der erforderlichen Flugaktivitäten um Verständnis gebeten.
In der saarländischen Lokalpresse machten sich neulich ein paar ganz Schlaue öffentlich Gedanken über Ausländerfeindlichkeit der Saarländer. Ich würde mir lieber mal Gedanken über Saarländerfeindlichkeit der Ausländer machen.
Sonderterror - Ausländer im Doppelpack
Da die Amerikaner so großzügig sind und laut Auskunft der Spangdahlemer
Airbase in der Weihnachtswoche nicht fliegen (ist das nicht nett?),
heizen sie heute im Doppelpack mit A-10 über die Dörfer. Hin und her,
hin und her, hin und her...
Und schön tief und laut. Damit sie auch morgen wieder kraftvoll töten
können.
Volle Dröhnung bis in die Nacht auch in der letzten Adventswoche!
Das Morden und das Üben dafür ist in der Vorweihnachtswoche so wichtig wie immer, daher dröhnt es auch vor dem Fest der Liebe mit unverminderter Lautstärke. Ob die Militaristen denken, dass Liebe auch mal weh tun muss? Pervers, einfach nur pervers.
Gewohnheitsmäßige Abend- und Nachtflüge der Bundesluftwaffe
Heute gibt's laut Luftwaffenamt in der TRA LAUTER bis 22.00 Uhr eins auf die Ohren. Mal abgesehen davon, dass ich mir kaum eine vermeidbarere Provokation vorstellen kann als die wiederholte Störung der Abend- und Nachtruhe der letzten Tage, scheint sich die Bundesluftwaffe auf Einsätze vorzubereiten - wo diese auch immer sein werden.
Die Bundesluftwaffe ist ebenso rücksichtslos wie die USAF
Das Luftwaffenamt hat mir folgende "Belegung" (ja, unsere Heimat kann man zum Krachmachen buchen) der TRA LAUTER, Quadrant D (Saarland) für den 29.11.2006 mitgeteilt:
| 13:00-14:30 | Hinz und Kunz (bunter Ausländermix) |
| 14:30-16:30 | Deutsche Tornados |
| 18:00-19:00 | Amerikanische F-16 |
| 19:20-20:00 | Deutsche Tornados |
Das heißt natürlich nicht, dass zwischendurch Ruhe ist. Morgens durfte ich mir das Dröhnen schon anhören, und später tagsüber riss es nicht ab.
Der Bundesluftwaffe ist es offensichtlich vollkommen egal, dass wir heute mal wieder von einem internationalen Mix reichlich terrorisiert wurden und besitzt die Frechheit (wie schon öfter in den letzten Tagen), noch eine Abendübung dranzuhängen.
Die TRA muss weg, die verantwortlichen Politiker gehören vor Gericht und dann weggesperrt. Nach 30 Jahren Lärmterror sind wir Bürger diesen Gestalten immer noch so egal wie Grundgesetz, Völkerrecht und unser Recht auf körperliche Unversehrtheit.
Urlaub im Lärmreservat
Nun habe ich ihn, meinen Jahresurlaub bis Weihnachten, und wie fängt er an? Natürlich mit ein paar Militaristen, die mit ihren Höllenmaschinen den ganzen Mittag über meiner Heimat rumdröhnen (F-16, Tornado) und -pfeifen (A-10). Und finanzieren darf ich diesen Wahnsinn mit meinen Steuergeldern auch noch. Es ist erstaunlich: Eine einzige Handvoll Lärmterroristen kann ganze Landstriche verseuchen. Aber etwas kaputtzumachen war schon immer einfacher als etwas zu erhalten oder gar aufzubauen.
Schlechte Stimmung in der US-Airforce?
Im Log dieses Webservers sieht man, dass auch unsere hier stationierten amerikanischen Freunde immer mal wieder nachschauen, was wir so schreiben. Nur zu, dazu sind die Seiten ja da. Aber kamen früher die Ramsteiner Zugriffe von evil.ramstein.af.mil, so kommen sie jetzt von sorrow.ramstein.af.mil. Vom selbstbewussten, trotzigen evil (böse, schlecht) zu sorrow (Kummer, Leid, Reue), das ist wohl ein subtiler Hinweis auf die Veränderung der Stimmungslage in der Airforce, zumindest in Ramstein.
Die Airbase Spangdahlem zeigt dagegen mit bluecoat.spangdahlem.af.mil, dass sie sich jetzt schon als Teil der Vergangenheit sieht. Ein bluecoat war ein Soldat der Nordstaaten im amerikanischen Bürgerkrieg.
Und schon wieder unnötiger Militaristenfluglärm am Abend
Wieso rege ich mich eigentlich darüber auf, dass jetzt, gegen 20.30 Uhr, wieder seit einer Stunde das Gefauche vom dunklen Himmel durch das geschlossene Fenster kommt und alle Geräusche der beiden Computer im Zimmer und des Verkehrs draußen auf der Hauptstraße auf die Plätze verweist? Diese Flüge sind doch bestimmt NOTWENDIG und müssen GENAU JETZT und GENAU HIER durchgeführt werden, sonst kommt sofort der Feind und schießt uns alle tot. Oder unsere Politiker müssten den Amerikanern sagen, dass wir diese Flüge nicht mehr wollen. Das wäre natürlich noch viel schlimmer. Ein Politiker, der was für sein Volk tun muss.
Und überhaupt - früher war alles viel schlimmer, lese ich in einer E-Mail vom Amt meiner Gemeinde. Und weder eine "populistische Behandlung" des Themas noch ein "ständiges Nachbohren" bei der Landesregierung seien notwendig. Na dann. Vegetieren wir doch einfach brav weiter vor uns hin und zahlen unsere Steuern und Abgaben.
Wann sind eigentlich wieder Bürgermeisterwahlen?
Fluglärm am Abend - erquickend und labend
Ich habe einen anstrengenden Tag hinter mir, und mein Söhnchen ist krank und hat eben gekotzt. Ich habe kein (in Worten: KEIN) Verständnis für laute Kriegsspiele jedweder Art, die wir seit 18.45 Uhr genießen dürfen - jetzt ist es 21.33 Uhr, und die "Helden" kämpfen immer noch. Gegen wen auch immer. Mir ist egal, ob das ach so wichtige Flüge der Bundeswehr (ohne die heutzutage offensichtlich kein Krieg mehr stattfinden darf) oder welche von irgendwelchen Importkämpfern sind, die von hier aus die Welt überfallen. Stehen die Chinesen waffenstarrend an der Grenze? Hat sich der Warschauer Pakt heimlich neu gebildet und will uns vernichten? Mir reicht es mit dem unnötigen Kriegsspiel! Das Luftwaffenamt weiß ganz genau und gibt es öffentlich zu, dass das Gebiet, über dem sich die TRA LAUTER befindet, nicht nur das durch Fluglärm meistbelastete Gebiet sondern auch noch die dichtestbesiedelte TRA ist. Ich will keine Märchen von Bündnisverpflichtungen mehr hören, wenn die Amerikaner im Alleingang für ihre Angriffskriege üben! Und ich will diesen unmoralischen und unnötigen Mist nicht mit meinen Steuergeldern finanzieren, während hier Grundschulen mangels Geld geschlossen werden.
Ein "öffentliches Interesse" mag es geben, die deutschen Bürger bilden diese "Öffentlichkeit" aber nicht. Lassen wir die "Helden" dort üben, wo diese "Öffentlichkeit" lebt, wo Leute wie unsere Kanzlerin, unser Verteidigungsminister oder die Minister von Rheinland-Pfalz leben und schlafen. Am besten siedeln wir sie in der Einflugschneise von Ramstein oder Spangdahlem an, dann können sie sicher auch täglich bezeugen, dass beim Landen niemals Treibstoff abgelassen wird, und sie werden ihren Salat aus dem Garten mit gutem Gewissen essen.
Ach, die wollen nicht Bürger zweiter Klasse sein? Ich auch nicht!
Samstagmorgen in Deutschland, 8.22 Uhr: Ein riesiges graues Ding pfeift und dröhnt über mein Haus in Richtung Westen. Nicht mal samstags und sonntags hat man seine Ruhe. Ob es sich bei den Passagieren um im Irak-Krieg verheizte, im US-Militärhospital Landstuhl notdürftig physisch und psychisch zusammengeflickte arme Kerle handelt, deren Uhr bald abläuft, und die deshalb vorher schnell noch einmal zu ihren Familien gebracht werden? Krieg ist halt dreckig und blutig. Die von den Propagandaorganen gerne genannten "präzisen chirurgischen Operationen" gibt es bestenfalls für die verletzten US-Soldaten.
Ein ganz normaler Tag im Krieg, der in meiner Heimat Saarland nun schon mehr als 25 Jahre andauert: Kurz vor 8 Uhr von einem infernalisch lauten Kampfjet geweckt. Leider nicht nur ich, sondern auch mein fieberndes Söhnchen. Wir waren froh, dass er irgendwann heute Nacht eingeschlafen ist, und ein bisschen mehr Schlaf hätte ihm und uns gutgetan. Geht halt nicht, wenn man Bürger zweiter oder dritter Klasse ist und in einem Lärmreservat lebt. Es wird höchste Zeit, dass wir die "Volksvertreter", die uns diese Flüge auch noch als notwendig verkaufen wollen, endlich abwählen. Die haben offensichtlich vollkommen vergessen, wen sie eigentlich vertreten (Tipp: Es ist weder das ausländische noch das deutsche Militär).