Aktuelles
Sollte der Raketenschild doch etwas Gutes mit sich bringen? Wenn im Gegenzug die US-Atomwaffen aus Deutschland abgezogen werden, wird das Lärmnest Fliegerhorst Büchel in die Bedeutungslosigkeit versinken und vermutlich sehr schnell dichtgemacht werden.
Deutschland als Zwischenaufenthalt für US-Einheiten, die in Bulgarien und Rumänien üben, nicht mehr nötig
Wir sind uns sicher, dass Baumholders Bürgermeister Peter Lang auch nach den neuesten Erkenntnissen lieber zu weiteren Bettelreisen in die USA aufbricht, statt sich Gedanken über eine vernünftige (also zivile) Nutzung des Truppenübungsplatzes zu machen. Tut er das nicht, hat er das Bombodrom auf ewig am Bein, das seiner Stadt zwar einen Höllenlärm aber keinerlei Umsatz bringt.
Die Kostenersparnis des US-Militärs lässt sich nämlich noch steigern, wenn die US-Soldaten auf Zwischenaufenthalte in Deutschland ganz verzichten. Die Truppenübungsplätze ihrer Wahl liegen in Bulgarien und Rumänien, wo es vermutlich noch weniger Auflagen als in Deutschland gibt. Warum also sollten US-Truppen über Deutschland rotieren?
Um 9.55 Uhr wurden die Menschen in der Saarpfalz von einem Überschallknall aufgeschreckt. Der Täter versteckt sich noch hinter dem Maulkorberlass.
Der asoziale Kampfjetlärm während der Mittagsruhe kommt dagegen eindeutig von der US Air Base Spangdahlem. US-Piloten kreisen erkennbar mit A-10 über den Orten. Höchste Zeit, dass das 81. Fighter Squadron endlich abhaut. Wir helfen gerne beim Packen der Koffer.
Unternehmen beklagen sich über übermüdete Mitarbeiter, die nachts nicht mehr schlafen können
Einige Unternehmen wollen ihren Standort verlegen, wenn sich die Fluglärm-Situation nicht bessert.
NATO will Raketen-„Abwehr“-Schild von Ramstein aus steuern
Als würde uns die Präsenz der US-Truppen nicht schon genug gefährden: Nun werden bei einem größeren Konflikt die gegnerischen Anschläge (atomar, chemisch, biologisch) in Ramstein stattfinden, um die Steuerung des NATO-Raketenschildes auszuschalten. Herzlichen Glückwunsch, Westpfalz, Ramstein und Kaiserslautern! Klaus & Klaus (der Ramsteiner Bürgermeister Klaus Layes und der Kaiserslauterner OB Dr. Klaus Weichel) werden fast platzen vor Stolz. Seinen Freunden erlaubt man es doch gerne, sein Vaterland in eine Atomwüste zu verwandeln. Ist Die Linke die einzige Partei, die die Gefahr sehen kann und will?
Es ist längst überfällig: Die 20 US-Atombomben müssen weg aus Büchel und raus aus Deutschland. Dann hat sich das Problem „Lärmnest Büchel“ und dessen Kampfjet-Lärmexport bis ins Saarland auch bald erledigt.
Das Timing passt: Ein Bericht auf der Website der Air Base Spangdahlem, in dem angekündigt wird, dass die Air Force sparen muss, und eine noch inoffizielle Ankündigung, dass A-10 Squadrons aufgelöst¹ werden, darunter das 81. Fighter Squadron, das Teil des 52. Fighter Wing in Spangdahlem ist. Das stimmt zuversichtlich, denn in letzter Zeit nerven die A-10 sowohl in der Westpfalz als auch im Saarland wieder zunehmend. Endloses Kreisen über Ortschaften und Scheinangriffe auf Krankenhäuser und Ortskerne sind somit bald Geschichte.
Leider haben uns unsere Politiker dabei nicht geholfen. Grund ist alleine Geldmangel bei den US-Streitkräften. Wir können von Glück reden, wenn sich Bürgermeister Klaus Rodens nicht an die A-10 kettet, um den Abzug zu verhindern.
Noch haben wir keine Informationen, was bei der Tagung der Arbeitsgruppe zur Verminderung des militärischen Fluglärms am 24.01.2012 herausgekommen ist und welche (wenn überhaupt) unserer Vorschläge umgesetzt werden. Klar ist nur, dass der Januar 2012 dank unserer ungeliebten Gäste der US Air Base Spangdahlem wieder für Lärmrekorde steht. Besonders abends haben die Cowboys gewütet wie von der Kette abgerissen.
Die Dreistigkeit kennt keine Grenzen. Nun fängt die Bande wieder mit Kampfjet-Tiefflügen an. Das ist zusammen mit Abendlärm das Asozialste, was man Menschen zumuten kann.
Was wir im Saarland und der Westpfalz gar nicht gebrauchen können, ist ein blauer Himmel außerhalb der Wochenenden. Dann dürfen auch die Anfänger mit Kampfjets herumheizen, und die erfahrenen Piloten gebärden sich umso wilder. Heute dürfen wir den asozialen Übungslärm in voller Pracht genießen – ob wir wollen oder nicht. Besonders die US Air Force gebärdet sich am Nachmittag wie wilde Tiere.
Unser Mitgefühl gilt aus aktuellem Anlass allen Kranken und Genesenden, für die dieser Lärm Gift ist.
An dem Übungslärm ist Nachtflug-Scheuch übrigens unschuldig. Das Militär hat sich nicht einmal einen Gutachter kaufen müssen. Es gibt schlicht keinerlei Planungen zum Lärmaufkommen und keine Berücksichtigung des Rechts der Bürger auf Schutz vor dem Lärm für den Luftraum TRA LAUTER und den Bereich darunter.
Interessenkonflikt wegen Fraport als Auftraggeber
Auch Prof. Ernst-H. Scheuermann, Nephrologe und Leiter der Transplantationsambulanz beim Kuratorium für Heimdialyse in Frankfurt am Main, entlarvt Scheuchs Gutachten als Fraport-freundlich. Politiker, die das heimtückische Umweltgift Fluglärm als akzeptable Belästigung verharmlosen, handeln laut Scheuermann menschenverachtend. Laut Professor Martin Kaltenbach setzte Scheuch die Grenzwerte um mindestens 10 dB zu hoch an.
Nachtflug-Scheuchs Machenschaften kommen ans Tageslicht
Professor Scheuchs Gutachten waren und sind Grundlage für grenzenlosen Fluglärmterror – besonders nachts. Da es keine anerkannten Studien gab¹, die die Lärmwirkung richtig bewerteten, konnte er behaupten, was er wollte. Auch dass Menschen problemlos jede Nacht fünf Mal² mit erheblichem Lärmpegel geweckt werden dürfen. Seit der Studie von Professor Greiser sinkt sein Stern: Scheuchs Studien seien in wesentlichen Punkten frei erfunden. Aus unserer Sicht gehört Scheuch wegen Mithilfe zu schwerer Körperverletzung in Tausenden von Fällen vor Gericht.
Gemeinsames Musizieren statt Lärmschutzhalle und Rücksichtnahme
Wir wissen nicht, was es angesichts 60 Jahren mit US-amerikanischem Fluglärmterror und der Vergiftung unserer Umwelt zu feiern gibt. Aber wir sind total gespannt, welchem wohltätigen Zweck der Erlös der Veranstaltung zugute kommen wird. Baut die US-Airforce vielleicht endlich eine Lärmschutzhalle, damit der Lärm der stundenlang warmlaufenden Triebwerke ein wenig gedämpft wird? Oder kauft Bürgermeister Klaus Layes davon Zucker, um ihn den Commandern der Air Base in den Hintern zu blasen?
Bundesverwaltungsgericht entscheide bei Frankfurter Nachtflugverbot im Sinne der „Bürger“ – damit sind aber nicht die Bürger um den Flugplatz Hahn gemeint
Die gesamte Mainzer Politikeria hat nur eins im Sinn: Frankfurter Nachtflüge zu anderen zu verlagern, die zu wenige sind, um sich zu wehren. Köln-Bonn scheidet aus, da gibt es schon Gegenwind. Aber um den Hahn herum gibt es einige naive Bürgermeister, die zu beschränkt sind um zu verstehen, was der Nachtfluglärm anrichten wird, und die von einer angeblichen, breiten Unterstützung der Bevölkerung faseln. Deshalb will Roger Lewentz die Nachtflüge dorthin schieben.
Wenn das US-Hospital nicht in Landstuhl bleibt, will Landstuhls Bürgermeister Klaus Grumer auch nicht mehr das US-Hubschraubergeknatter bis in die Nacht ertragen, über das sich immer mehr Bürger heftig beschweren. Das ist die eine Seite des Lokalpolitikers: die immer wieder zu beobachtenden Spontanheilungen des Gehörs, wenn die spärlichen Dollars ganz zu versiegen drohen. Die andere Seite bleibt weiterhin US-hörig und voller Angst, ohne die US-Truppen zu verhungern. Denn am liebsten hätte er weiterhin das US-Hospital in Landstuhl. Dann würde er das Geknatter so wenig hören wie die Beschwerden seiner Bürger.
Alle Texte aus Aktuelles findet man im Archiv.
| Überschallknalle | ||
|---|---|---|
| Datum | Zeit | |
| Di | 03.02.2012 | 09.55 |
| Di | 10.01.2012 | 15.30 |
| Fr | 09.12.2011 | 11.25 |
| Mo | 23.11.2011 | 15.10 |
| Mo | 28.09.2011 | 14.09 |
| Mo | 20.09.2010 | 11.25 |
| Mo | 06.09.2010 | 11.02 |
| Mi | 25.08.2010 | 16.50 |
| Mo | 02.08.2010 | 14.21 |
| Mo | 02.08.2010 | 11.26 |
| Do | 08.07.2010 | 08.38 |
| Di | 08.06.2010 | 09.41 |
| Mi | 02.06.2010 | 10.57 |
| Mi | 02.06.2010 | 10.45 |
| Mi | 02.06.2010 | 08.22 |
| Di | 01.06.2010 | 12.53 |