Aktuelles
Wir freuen uns über den Bericht vom 17.05.2012. in der Saarbrücker Zeitung. In die Nummer des Bürgertelefons beim Luftwaffenamt hat sich allerdings eine falsche Ziffer eingeschlichen. Die korrekte Nummer lautet 0800/8620730.
US Air Base Spangdahlem wie irre
Die Lärmbelastung des halben Mais 2012 erreicht fast die Höhe des
kompletten Mais 2011. Betrachtet man nur den Kampfjetlärm, ist die
Belastung sogar höher. Durch unermüdlichen
Einsatz hat vor allem die US
Air Force aus Spangdahlem alles gegeben, diesen Monat zu etwas ganz
Besonderem zu machen. Wenn unsere US-amerikanischen
Freunde Gäste Quälgeister jetzt nicht
schnell mal wieder irgendeinen Staat „humanitär“ überfallen, so dass
ihre Mordmaschinen woanders herumdröhnen, wird der
Rekord nicht zu verhindern sein.
Heute auch als Kinderschreck
Ab 8.20 Uhr fällt die US Air Force aus Spangdahlem ins Saarland ein. Kurz darauf ist auch die Westpfalz dran. Was wir brauchen, sind Politiker, die sich für das Ende der Kampfjetübungen über unserer dicht besiedelten Heimat stark machen. Es kann nicht sein, dass ein paar Hände voll Militärpiloten aus Bequemlichkeit zigtausenden Menschen das Leben werktäglich zur Hölle machen. Im Saarland ist diese Erkenntnis zumindest in abgeschwächter Form in den Koalitionsvertrag gewandert. Das freut uns und lässt hoffen.
Im saarländischen Koalitionsvertrag zwischen CDU und SPD findet sich zum Thema des militärischen Fluglärms auf Seite 40:
Lärm ist für viele Menschen zu einem Belastungsfaktor geworden. Wir werden deshalb die Kommunen dabei unterstützen, die EU-Umgebungslärm-Richtlinie umzusetzen und Lärmkarten und Lärmaktionspläne zu erstellen. Für die vom militärischen Fluglärm betroffene Bevölkerung werden wir darauf hinwirken, dass Sperrzeiten auch tatsächlich eingehalten werden. Dies gilt insbesondere für die Nachtruhe sowie an Sonn- und Feiertagen. Beim Bundesverteidigungsministerium und den US-Streitkräften wird sich die Landesregierung dafür einsetzen, dass der militärische Fluglärm über dem Saarland reduziert wird.
Heute Abend sucht die Bundesluftwaffe – vermutlich aus Büchel – wieder die Saarpfalz und die Westpfalz heim. Ab 19.50 Uhr dröhnen dort Luft und Boden. Das nördliche Saarland wird ausnahmsweise geschont.
Von einem Landstuhler Bürger mit Frau (Name und Anschrift der Redaktion bekannt)
Heute um die Mittagszeit machten meine Frau und ich einen Spaziergang in Landstuhl von der Atzel zum REHA-Zentrum und zurück. Auf dem Rückweg machte ich vor dem US-Sportplatz die vier beigefügten Fotos. Den schlanken Aldi-Fotoapparat führte ich übrigens nicht absichtsvoll mit mir, sondern eher aus Gewohnheit, und die Idee zum Fotografieren ergab sich spontan aus der nachstehend geschilderten Situation.
Die Charmeoffensive der ungeliebten US-Gäste geht weiter. Ab 8.40 Uhr beginnt ihr Kampfjetlärm im Saarland. Rheinland-Pfalz gibt, das Saarland nimmt. Jedenfalls rheinland-pfälzischen Lärm und Dreck.
Nicht einmal am Abend lassen sie uns unsere Ruhe. Ab 20 Uhr geht das Gedröhne im nördlichen Saarland und der Westpfalz wieder los. Dieses Militär ist die Pest.
Wie zu erwarten (aber nicht zu tolerieren) geht das Kampfjetgetöse schon kurz nach 8 Uhr los. Die US Air Force versaut uns die Tage wie sonst keiner. Vogelgezwitscher und Kampfjetlärm (Video) passen nicht zusammen – und es sind nicht die Vögel, die stören.
Mail anlässlich der ganztägigen Verlärmung durch die US Air Force
Name des Absenders ist der Redaktion bekannt
Datum: Fri, 11 May 2012
An: Annegret Kramp-Karrenbauer,
Saarländisches Innenministerium,
Rheinland-Pfälzisches Innenministerium,
Bundesverteidigungsministerium
Sehr geehrte Damen und Herren,
was Sie uns gestern bezüglich militärischem Kampffluglärm
über dem nördlichen Saarland zugemutet haben, ist eine
Schande. Die ganztägige extreme Attacke mit militärischem
Kampfjetlärm hat Formen angenommen, die jenseits aller
Akzeptanz liegen. Sie haben damit jeglichen Anstand und
jegliche Rücksichtnahme auf die Bewohner unserer Region
verloren. Es gab gleichzeitig Übungen in mehreren Ebenen:
ganz oben Kampfjets, eine Ebene tiefer Übungsflüge von
Trainingsmaschinen, dazwischen Kampfjets im Tiefstflug über
unser Gebiet. Den verantwortlichen Entscheidungsträgern
gegenüber kann ich nur meine tiefste Verachtung ausdrücken.
Mögliche Aufstockung der Kampfjets?
Laut dem rheinland-pfälzischen Innenminister Roger Lewentz gebe es Überlegungen, die Zahl der Flugzeuge in Spangdahlem aufzustocken. Am wahrscheinlichsten sind zusätzliche Frachtflugzeuge. Es gibt aber auch Gerüchte über eine mögliche Verlegung einer F-16 Staffel von Aviano (Italien) nach Spangdahlem.
Explore the Eifel – eine Initiative von Kriegsgewinnlern
Bernkastel-Kues liegt am Rand der TRA LAUTER und kriegt den täglichen Höllenlärm der US Air Force daher nicht ab. Auch Vertreter aus Luxemburg (kein Kampfjetlärm) und Belgien (schicken ihre F-16 immer wieder zu uns) sind nach Spangdahlem gekommen. Als Nichtopfer des Lärmterrors buhlt es sich gut um ein paar Dollars, da ist man froh für die Landplage US Air Force – auf Kosten unserer Gesundheit und unseres Tourismus.
Pressemitteilung DIE LINKE Kreisverband Kaiserslautern Stadt
Am 08.05.2012 schreibt die Rheinpfalz im Artikel „Es ist leiser geworden“:
„Wir haben damals alles reingepackt, um auf der sicheren Seite zu sein“ beschreibt Müller, wie die Prognose zustandekam. [...] Die in der Genehmigung von 2003 festgelegten Entschädigungsgebiete verringern sich deutlich.
Nicht drängeln, hier darf jeder herumlärmen! Uniform und Kampfjet sind mitzubringen.
Da sind sie wieder, unsere belgischen Freunde. Als Karwochenverlärmer vor Ostern sind sie berüchtigt. Warum nicht auch zwischendurch mal asozial beim Nachbarn herumheizen? Zu fünft sind sie gegen 11.35 Uhr über uns hergefallen. Beschwerden kann man an berlin@diplobel.fed.be schicken. Ob die Tiefflüge in St. Wendel auch auf ihr Konto gehen, oder ob sich der Fliegerhorst Büchel elegant dazwischengemogelt hat, ist noch nicht klar. Auch während der Mittagruhe ist keine Ruhe. Um 12.55 Uhr dröhnt es über Nonnweiler.
Wieder ein Horrortag mit der US Air Force aus Spangdahlem
Unsere Roger Lewentz’¹ geschätzte Gäste aus den USA verlärmen auch
heute wieder mit ihren Kampfjets von Spangdahlem aus unsere
Mittagsruhe. Sogar über dem normalerweise verschonten
Saarbrücken hört
man es dröhnen – wenn auch vergleichsweise verhalten. Der Flughafen
Ensheim ist ein bisher wirksamer Schutz, um dort nur wenig
militärischen Lärmterror
abzubekommen.
Am Nachmittag fallen sie zu dritt über die Westpfalz und das nördliche Saarland her. Tiefflüge sind offensichtlich noch nicht verboten, auch wenn der eine oder andere Offizielle dies gegenüber Zeitungen behauptet. Selbst durchs Telefon ist der Lärm noch angsteinflößend.
Alle Texte aus Aktuelles findet man im Archiv.
| Überschallknalle | ||
|---|---|---|
| Datum | Zeit | |
| Mo | 16.04.2012 | 14.31 |
| Mi | 11.04.2012 | 16.24 |
| Do | 16.02.2012 | 12.15 |
| Fr | 03.02.2012 | 09.55 |
| Di | 10.01.2012 | 15.30 |
| Fr | 09.12.2011 | 11.25 |
| Mo | 23.11.2011 | 15.10 |
| Mo | 28.09.2011 | 14.09 |
| Mo | 20.09.2010 | 11.25 |
| Mo | 06.09.2010 | 11.02 |
| Mi | 25.08.2010 | 16.50 |
| Mo | 02.08.2010 | 14.21 |
| Mo | 02.08.2010 | 11.26 |
| Do | 08.07.2010 | 08.38 |
| Di | 08.06.2010 | 09.41 |
| Mi | 02.06.2010 | 10.57 |
| Mi | 02.06.2010 | 10.45 |
| Mi | 02.06.2010 | 08.22 |
| Di | 01.06.2010 | 12.53 |