Artikel aus der KolumneDie Kinderhilfe Afghanistan lehnt den "Schutz" der Wahllokale durch die US-Truppen ab:
"Wir haben auch darauf gedrängt, dass diese Schulen während der Wahl nicht von USamerikanischem Militär beschützt werden, weil wir das für kontraproduktiv halten." Während die Wahlbeteiligung in den Schulen der Kinderhilfe bei über 60 Prozent gelegen habe - über die Hälfte der Wähler waren Frauen -, seien in Wahllokalen, die von den US-Amerikanern bewacht wurden, nur 15 Prozent der Bevölkerung an die Urnen gegangen, darunter so gut wie keine Frauen. Erös: "Die Menschen haben Angst, dass sie besonders durch die Taliban gefährdet sind, wenn die US-Soldaten anwesend sind."
Soviel zur Fähigkeit der US-Armee, irgendetwas Konstruktives hinzukriegen. Kaputtbomben, vergiften und töten klappt schon ganz gut, auch im großen Maßstab. Aufbauen und schützen ist dann aber eher nicht die Kernkompetenz. Das ist bei Angriffskriegen auch nicht das Ziel.
[26.05.2007] BombodromGegen das geplante Bombodrom, einen Tiefflug- und Bombenabwurfplatz in der Kyritz-Ruppiner Heide, regt sich nicht nur Widerstand in der Bevölkerung, auch die Lokalpolitik zieht dagegen zu Felde, darunter z.B. die Ministerpräsidenten Brandenburgs und Mecklenburg-Vorpommerns, Matthias Platzeck und Dr. Harald Ringstorff.
Und was tun unsere Ministerpräsidenten im Westen angesichts des bereits Jahrzehnte dauernden Lärmterrors durch die Kampfübungen am Himmel der Übungszone TRA LAUTER? Im Saarland bemüht sich Peter Müller angestrengt, bloß nicht zu diesem Thema in Erscheinung zu treten (Saarbrücken bleibt übrigens verschont, das hilft beim Wegsehen und -hören ungemein), und in Rheinland-Pfalz ist Kurt Beck und der ganze Rest einer der glühendsten Fürsprecher der US-Airforce, die mit Lärm und Gift die Bevölkerung aufs Schlimmste terrorisiert. Halt nicht in Mainz und nicht über seinem Zuhause, das könnte schon mal ein Grund sein. Den anderen Kameraden an seiner Seite hat man mit einem US-Ehrenoberst-Titel gebauchpinselt, so dass für Innenminister Bruch der Lärm der US-Airforce Musik in seinen Ohren - ach nein, er muss sich das ja auch nicht anhören - also irgendwas anderes ist, aber bestimmt was ganz Tolles.
Die US-Truppen sind in Rheinland-Pfalz das, was die russischen Truppen in Brandenburg waren. Wir sind froh, wenn sie endlich nach Hause gehen. Ihre Fürsprecher können gerne gleich mit ihnen ziehen. Für Politiker, die - ob mit Begeisterung oder aus Lethargie - ihre Bevölkerung von ausländischen Truppen quälen lassen, haben wir keine Verwendung.
[26.05.2007] Witwen und Trauer in den USA - wann kommt die Erkenntnis?Die Stars and Stripes berichtet über einen US-Soldaten, der im Irak-Krieg sterben musste und darüber, wie seine Familie leidet. Welche Gefühle werden in dieser Familie (und in vielen anderen) erst aufkommen, wenn sie erkennen, dass der Tod ihres Angehörigen nicht nur sinnlos war, sondern dass er dort im Auftrag Bushs nur Chaos angerichtet und seinerseits für das selbe Leid Tausender Familien gesorgt hat?
Vielleicht sorgt ja Ramsteins Bürgermeister Layes, der von der Versorgung der US-Kriege von Ramstein aus so überzeugt und begeistert ist (siehe Artikel in der Rheinpfalz), dass er die US-Truppen um keinen Preis mehr missen möchte, für eine ermunternde Botschaft an die Familie, unterzeichnet von ihm und den Ramsteiner Geschäftsleuten?
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